Viel Literatur für wenig Zeit

«Dünn müssen sie sein, die Bücher! Denn ich habe keine Zeit …» Das höre ich immer wieder. In der Kürze liegt die Würze! Ein Buch ständig aus der Hand legen müssen und sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder neu in die Geschichte hineindenken? Das widerstrebt so mancher Leserin und Leser. Vielen Berufstätigen, die gerne lesen, mangelt es an Zeit zum Lesen; daher suchen sie gezielt nach kurzen – dünnen! – Büchern.

Dünne Bücher, die uns überzeugen

Wir haben die Lösung: die kurzen Bücher – unsere Top 7! Mit höchstens 200 Seiten eignen sie sich optimal dafür, sie an nur einem Tag  oder auch unterwegs zu lesen.
Wir haben dünne Bücher ausgesucht, die mit Qualität statt Quantität begeistern.
 
 

Internationale Top 7 für Menschen, die gerne lesen, aber nur wenig Zeit haben

Frankreich:
Shumona Sinha
Erschlagt die Armen!
Das als «verstörendster Roman des Jahres 2015» gehandelte Buch beschreibt ungefiltert die unhaltbaren Zustände des europäischen Asylsystems  – und beibt sehr aktuell.

Österreich:
Robert Seethaler
Ein ganzes Leben
Das 2014 erschienene Buch wurde nicht nur euphorisch von der Presse gefeiert, sondern es avancierte auch zu einem Bestseller. Das Buch hat 160 Seiten. Und Sie werden es nicht aus der Hand legen …

Chile:
Hernán Rivera Letelier
Die Filmerzählerin
dieser Roman vom anderen Ende der Welt zeigt  ein Stück Kulturgeschichte von den Salpeter-Minen in der Atacama-Wüste. Er erzählt aus dem Leben einer Frau. Der Titel ist zugleich ein Versprechen – mehr als 90 Minuten brauchen Sie für dieses Buch nicht. Aber es wird Sie danach noch eine ganze Weile begleiten – in Gedanken.

Argentinien:
Selva Almada
Sengender Wind
Weit, trocken und öde ist die Pampa. Der Roman aus Argentinien ist klar und trocken wie die Gegend, in der er spielt. Die Sprache hat mich begeistert. Dieses Kammerstück ist in einer lakonischen, wunderbar unverputzten Prosa geschrieben. Zugleich geht es unter die Haut.

Aus Deutschland, spielt in der Arktis:
Christiane Ritter
Eine Frau erlebt die Polarnacht
Christiane Ritter und ihr Mann erfüllten sich 1934 einen Traum: ein paar Jahre in einer primitiven Hütte zusammen mit einem Pelzjäger in Spitzbergen. Der autobiografische Roman erzählt von dem Eintauchen in die «Unerbittlichkeit der wilden Natur». Das Buch, erstmals 1938 veröffentlicht, gehört zu den Standardwerken der deutschsprachigen Polarliteratur und wird bis heute immer wieder verlegt.

USA:
Julie Otsuka
Als der Kaiser ein Gott war
Julie Otsuka widmet sich einem dunklen, oft verschwiegenen Kapitel der Geschichte Amerikas und dem Schicksal japanischer Immigranten nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf­wüh­lend er­zählt die Autorin von der wach­sen­den an­ti­ja­pa­ni­schen Stim­mun­g. Zu­gleich greift sie ei­ne uni­ver­sel­le Thema­tik auf: ras­si­sti­sche Vor­ur­tei­le und grup­pen­be­zo­ge­ne Men­schen­feind­lich­keit, heu­te so ak­tuell wie vor 75 Jah­ren. 

Schweden:
Fredrik Backman
Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger
Der Grossvater und sein Enkel sitzen auf der Parkbank, vertieft in ein Gespräch über das Älterwerden, die Liebe zur Mathematik, das Erinnern, das Vergessen und die Schwierigkeit, den Weg nach Hause zu finden.

Über Bücher redet man gerne; man empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. Natürlich sind wir auch neugierig, welche kurzen Bücher Ihnen besonders gefallen haben! Wir freuen uns auf Hinweise zu Ihren Lieblingsbüchern mit weniger als 200 Seiten – in den Kommentaren ist Platz für Ihre Tipps!

© Titelbild: Kimberly Farmer, Foto Uhr: Icaons8 Team

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