Die Frage nach dem eigenen Büchergeschmack wäre einen philosophischen Abend wert

Im «Echo» lassen wir unsere Leserinnen und Leser zu Wort kommen und laden zum Austausch von Anregungen und Empfehlungen ein. Kathrin liest mit Lust und Laune gerne Bücher aus den verschiedensten Genres. Lesen Sie hier Kathrins Gedanken über ihren eigenen Büchergeschmack, über die Bücher, mit denen sie sich speziell identifizieren kann, und über welche Bücher sie für den Titel «schönstes Buch in der persönlichen Bibliothek» nominiert!

welchen Autor kaufst du, ohne darüber nachzudenken?

Erich Kästner.

Gibt es ein Buch mit dem du dich speziell identifizieren kannst?

Ja. Mit folgenden Büchern kann ich mich momentan besonders identifizieren: Warum wir unseren Eltern nichts schuldig sind von Barbara Bleisch, Schluss mit dem täglichen Weltuntergang von Maren Urner, Altes Land von Dörte Hansen und die Bücher von Friedrich Glauser.

Wo und wie suchst du nach Buchempfehlungen?

BuchBasel, Literaturclub, einfach in Buchhandlungen vorbei gehen, Tipps von Freundinnen.

Was ist das schönste Buch in deiner Bibliothek?

Es ist schwierig für mich, mich für das schönste Buch in meiner Bibliothek zu entscheiden. Biographie von Louise Bourgeois, Sansibar oder der letzte Grund von Alfred Andersch und Picknick auf dem Eis von Andrej Kurkow kommen mir da am ehesten in den Sinn.

Welche Bücher findet man vor allem auf deinem Bücherregal?

Sachbücher, Biografien – speziell über Künstlerinnen und Künstler –, Romane und Erzählungen.

Wie würdest du deinen Büchergeschmack in drei Wörtern beschreiben?

Die Frage wäre einen philosophischen Abend wert. Aber ich versuche es trotzdem: Frauenliteratur, philosophische Literatur und psychologische Themen.

Welches war das letzte Buch, dass du nur aufgrund des Covers gekauft hast?

Warum wir unseren Eltern nichts schuldig sind – Da habe ich nur das Cover vor dem Kauf angeschaut.

Ordnest du deine Bibliothek nach einer gewissen Struktur?

Ich ordne meine Bücher nach Autoren und meine Sachbücher nach Themen.

Wo ist dein Lieblingsort zum Lesen?

Im Bett lese ich sehr gerne – am besten mit Gutzischachtel, sehr ungesund. Ich versuche stets diese schlechte Gewohnheit abzubauen. Mit mässigem Erfolg.

Gibt es Bücher, die du nicht zu Ende gelesen hast? Wieso?

Das Buch Kind Nr. 95 habe ich nicht zu Ende gelesen. 

Was war für dich das beste Buch des Jahres 2019?

Mein Lieblingsbuch vom letzten Jahr ist bestimmt das Buch aus Island, welches wir im Buchclub «Die Welt lesen» gelesen haben: In den Wind geflüstert von Guðmundur Andri Thorsson.

Hast du einen speziellen Bezug zum Lesen oder zu Büchern allgemein?

Bücher waren und sind für mich sehr wichtig. Ein schönes, gebundenes Buch zu riechen und das feine Papier abzutasten, ist einfach grossartig. Ich fahre viel Zug. Vor nicht langer Zeit, las ich im Zug sehr intensiv und in mich versunken. Als ich in Basel ausstieg, merkte ich erst an der Tramstation, dass ich meinen Koffer im Zug habe stehen lassen. Ich hatte Glück, Koffer und Zug waren noch da. Überall, wo ich in den Ferien bin, suche ich jeweils die nächste Bibliothek und eine Buchhandlung auf. Einfach so. Da fühle ich mich daheim.
 
 
 
© Titelbild: Vivi Bzk.
 
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Veröffentlicht in: Echo

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