Bestellung

Innerhalb von 24 Stunden lieferbar

Bücher sind im Normalfall im deutschen Sprachraum innerhalb von 24 Stunden lieferbar. Der Vertrieb eines Verlages macht diesen beeindruckenden Service möglich. Nur Bücher und Medikamente teilen sich diese Spitzenreiterposition – inklusive den sozialen Stellenwert. Möglich ist die schnelle (schon fast selbstverständliche) Lieferung dank eines ausgeklügelten Systems. Der Standardablauf besteht aus einer 13-stelligen Erkennungsnummer, der ISBN eines Buches, Online-Katalogen von lieferbaren Büchern und ausgefeilter Logistik. Durch Nachfragen am rechten Ort ist so jeder Titel zu finden.

finden

Ohne Vertrieb erfährt in der Regel niemand von einem Buch. Die Neuerscheinung kommt auch nicht ins Verkaufsregal. Viele Schreibende im Eigenverlag kennen das; sicherlich liegen bei manchen von ihnen unzählige Stapel ihrer unverkauften Exemplare in ihren Kellern.
Unsere Zeit ist von Novitäten getrieben. Der Fokus auf Aktuelles und Bestsellerlisten ist stark.

Fingerspitzengefühl

Selbst neue Bücher bekommen schwer Aufmerksamkeit und verlieren diese schnell wieder. Die Start- und Folgeauflagen eines Titels bestimmt ebenfalls der Vertrieb. Hier sind Bauchgefühl, Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt. Den Erstverkaufstag zu planen und kommunizieren gehört wohl zu den schönen Momenten des Vertriebsalltags. Datenbanken, Verpackung, Transportwege und -mittel – das sind alles Fragen, die der Vertrieb klären muss, bevor sich ein Buch auf den Weg macht.

Bestellung

Kleine Buchhandlungen können sich schon aus Platzgründen keine eigenen Lager leisten. Zudem sind Bücher am Lager gebundenes Kapital. Das Erfolgsversprechende wird ausgestellt, das weitgehend Unbekannte bei Bedarf bestellt. Das ist ein Vorteil. Viele Buchläden nehmen das Angebot sehr oft in Anspruch. Dadurch rechnet sich für alle Beteiligten der Aufwand.

Profil zeigen, beraten lassen

Die Schattenseite dieses Verfahrens ist, dass sich unbekannte Autorinnen und Autoren sowie ältere Titel im Handel nicht so einfach platzieren lassen. Hier können sich kleine Sortimente profilieren. Sie kennen ihre Leserschaft und stellen ihre Favoriten in die Auslage. Dann lässt sich das Buch auch einfach mitnehmen.

<Buch-Seiten> nimmt die Bücherwelt unter die Lupe.
Die Kolumne wird monatlich in der Programmzeitung Basel veröffentlicht.

Und welches Buch haben Sie last-minute bestellt? Warum?
Dies fragt Sie herzlich grüssend, Lydia Zimmer

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