Bücher aus Asien (I)

Mit diesen sieben Büchern reisen Sie durch Asien – entspannt auf dem heimischen Sofa oder im eigenen Garten. Eine Herausforderung sind vielleicht die Namen. Okay! Unser Tipp: Machen Sie sich eine kleine Übersicht am Anfang jedes Buchs!
Belohnt werden Sie mit wunderbaren Geschichten, exotischen Naturbeschreibungen sowie liebevollen Charaktern. Und ganz nebenbeierhalten Sie neue Perspektiven auf den gar nicht so fremden Kontinent, in dem die Sonne früher aufgeht!

Die Auswahlkriterien für diese Bücher sind:

  • alle Autorinnen und Autoren leben
  • im eigenen Land, über welches sie schreiben, und
  • man erfährt etwas über die Kultur, Geschichte oder den Alltag des jeweilen Landes,
  • die Titel sind alle lieferbar,
  • auf Deutsch übersetzt (können aber auch im Original oder Englisch gelesen werden) und
  • sind in den letzten fünf Jahren erschienen.

Die Auswahl ist natürlich subjektiv. Und Sie sind frei, während der Lektüre den einen oder anderen Grüntee zu trinken und sich aus dem Asialaden um die Ecke oder beim Bahnhof den einen oder anderen Snack zu holen. Trauen Sie sich! Es macht Spass! Viel Freude beim (literarischen) Entdecken!

Vietnam

Nguyen Ngoc Tu: Endlose Felder

Die vietnamesische Autorin hatte immer wieder Gefechte mit der Zensur der Einheitspartei. Dennoch schaffte sie es bisher immer, sich nicht anzupassen, sondern zu schreiben, was sie für nötig hielt. Sie ist in Vietnam ein kleiner Star, wohl auch, weil sie das Leben so realistisch und wirklichkeitsnah beschreibt.
Dieses bibliophile Buch aus der Reihe „Bibliothek der Entdeckungen“ versammelt in verschiedenen Erzählungen kleine und grosse Ereignisse aus dem Leben der Bewohner des Mekong-Deltas: wunderbare, traurige, fremde Geschichten! 
Ein sehr gutes Nachwort erläutert zudem die Schwierigkeiten der Übersetzung aus asiatischen Sprachen ins Deutsche.

Südkorea

Han Kang: Die Vegetarierin

Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute – bis sie nach einem Traum beschliesst, sich vegetarisch zu ernähren. Das ist nur ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug: Die Protagonistin lernen wir vor allem in ihren Träumen kennen, erzählt wird die Geschichte von drei anderen Personen.
«Die Vegetarierin» ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie über unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist.

Indonesien

Andrea Hirata: Die Regenbogentruppe

Wenn der Morgen auf Belitung, Indonesien, graut, kann nichts sie aufhalten: Die Schüler der „Regenbogentruppe“ – Söhne und Töchter von Fischern und Minenarbeitern – wollen nicht eine einzige Unterrichtsstunde verpassen, denn für sie ist die Schule die einzige Möglichkeit, der Armut zu entkommen. Da ist zum Beispiel Lintang, das mathematische Genie, oder Mahar, der Künstler und angehende Schamane. Und Ikal, der seinen Weg macht: von der Armenschule über das Studium in Paris und London zum gefeierten Schriftsteller.
Andrea Hirata verarbeitet in diesem Roman auf leicht lesbare Weise auch seine eigene bewegende Geschichte und eröffnet uns dabei tiefe Einsichten in ein zerrissenes Land. In seiner Heimatstadt Gantung gründete der Autor nach seinem internationalen schriftstellerischen Erfolg das erste Literaturmuseum Indonesiens, das neben einer Bibliothek auch eine kostenlose Schule beherbergt.
Das Buch besprechen wir im Mai 2018 im Buchclub „Die Welt lesen“! Kommen Sie dazu!

 

Lesen Sie hier den zweiten Teil über unsere asiatischen Favoriten!

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