Buchzeichen

Lesezeichen – eine Leidenschaft für sich

Eselsohren tun es auch … Doch Lesezeichen zollen einem Buch Respekt. Egal, ob Sie immer dasselbe verwenden, Ihr eigenes gebastelt haben oder Zugtickets und Postkarten verwenden — die Markierung, wo wir später weiterlesen können, die Stelle zwischen dem Davor und dem Danach, ist wichtig. Ich bin ein Fan von Buchzeichen.

Varianten

Diese gibt es bereits seit etwa zwei Jahrtausenden. Forschungen bezeugen deren Existenz im alten Ägypten. Im Mittelalter wurden sie in europäischen Klöstern aus Pergament oder aus Einband-Lederresten hergestellt. Einige davon wurden als Drehscheibe gestaltet, und die Lesenden konnten die Seite und den Abschnitt einstellen, wo sie aufgehört hatten zu lesen. Im 17. Jahrhundert wurden erstmals Lesezeichenbändchen am Buchrücken angebracht. Die schmalen eingefärbten Streifen aus Seide oder Baumwolle konnten zwischen den Seiten bewegt werden. Man findet sie heute noch bei aufmerksam gestalteten Hardcover-Büchern. Früher galt die Regel, ab etwa 300 Seiten ein – vielleicht sogar auf den Einband abgestimmtes – Lesebändchen beizufügen.

Lesezeichen

Moden

Anfang des 19. Jahrhunderts zierten Damen ihre Lesezeichen für Bibel- und Gebetsbücher selbst mit Spitzen und Stickerei. Diese handgemachten Preziosen dienten auch als Einladungen zu Geburtstagen oder als Geschenke. «Viktorianische, aus Seide gewobene Lesezeichen aus der Manufaktur von Thomas Stevens kann man heute noch bei öffentlichen Versteigerungen erwerben», sagt Asim Maner, ein Sammler und Hersteller von Buchzeichen. Verschiedene Verzierungen daran waren je nach Land und Zeit in Mode – etwa Halbedelsteine auf schmalen Streifen aus Papier, Metall, Leder oder Stoff. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Lesezeichen als Werbeplattform entdeckt, seither werben auch Buchhandlungen damit.

Buchzeichen
Mehr Infos finden Sie online unter www.ifobookmarks.org und www.miragebookmark.ch
Dort habe ich auf die verwendeten Bilder von Lesezeichen entdeckt.

Ich besitze Lesezeichen aus einem Souvenir-Shop in Mexiko, aus dem Alpenmuseum in Bern und aus meiner Heimatstadt Weimar; Letzteres trägt passenderweise ein Goethe-Zitat. Für mich sind Buchzeichen nützliche und treue Begleiter meiner (Lese-)Reisen. Man kann nie genug davon haben, oder?
Ich freue mich auf Ihren Kommentar unter diesem Artikel.

2 Gedanken zu „Lesezeichen – eine Leidenschaft für sich

  1. Eva Appel sagt:

    Guten Tag
    Die Buch-Seiten «Lesebändchen & Buchzeichen» (…) habe ich mit grosser Freude gelesen (…). Lesebändchen gibt es – ich bin einmal zufällig darauf gestossen – auch zum Nachrüsten:www.lesebaendchen.com. Es handelt sich dabei sogar um «hochwertige Satinbändchen aus der Schweiz», heisst es auf dieser Website. Das ist die gute Nachricht, die schlechte lautet: «Derzeit bieten wir noch keinen internationalen Versand an, aber wir arbeiten daran.» Vielleicht arbeiten sie schneller daran, wenn plötzlich ganz viele Anfragen aus der Schweiz kommen (E-Mail:info@purpur-gmbh.de). Könnten Sie die Information über die Lesebändchen vielleicht an Lydia Zimmer weiterleiten?
    Beste Grüsse
    Eva Appel

    • lydiazimmer21 sagt:

      Liebe Eva Appel
      ich danke Ihnen für die informativen Links und das persönliche Lob, welches mich ebenso freut.
      Mögen viele ein Lesebändchen nachrüsten – das wäre doch wunderbar!
      Ich frage gleich mal nach 🙂
      Liebe Grüsse
      Lydia Zimmer

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